Antrag an die Stadtverordnetenversammlung von Ursula van Aaken:
Antrag:
Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen, ob zur Oberflächensanierung der Fahrbahnen in Taunusstein künftig Gummiasphalt verwendet werden kann, dies besonders im Hinblick auf dessen Langlebigkeit, Lärmminderungseigenschaft und Temperaturresistenz. Bei positivem Ergebnis sollen vorrangig Scheidertalstraße und Mühlfeldstraße mit Gummiasphalt saniert werden, um die Anwohner zu entlasten.
Ferner ist die Ausschreibungspraxis daraufhin zu prüfen, ob künftig statt einmaliger Straßenbau- oder Sanierungsmaßnahmen der einwandfreie Zustand der Straßenoberfläche über 10 Jahre oder länger ausgeschrieben wird.
Begründung:
Die Überlegenheit von Gummiasphalt gegenüber „normalem“ hat sich inzwischen deutlich erwiesen; in den USA bereits seit 1990 auch auf vielbefahrenen Autobahnen, inzwischen aber auch in Portugal und Spanien. In Deutschland liegen Erfahrungen vor in Schwerin (Stadt und Land), Marl und der A 19.
Die Vorteile sind:
- doppelte Lebensdauer, also auch seltenere Baustellen und Staus,
- keine aufwändige Unterbettsanierung nötig,
- keine Kälterisse, keine Spurrillen bei hohen Temperaturen,
- merkliche Verminderung der Rollgeräusche,
- leichtere Schnee- und Eisräumung,
- deutlich reduzierte Wartungskosten.
In den USA wurde am konkreten Beispiel der stark befahrenen Interstate I 40 festgestellt: 4 Jahre kürzere Bauzeit, Ersparnis von 18 Mio. Dollar, gute griffige Fahreigenschaften auch noch nach 9 Jahren, keine Spurrillen, keine Risse. Inzwischen wurde Gummiasphalt in Nordamerika in den verschiedensten Klimazonen erfolgreich eingesetzt.
Gummiasphalt ist überdies ein Produkt zur sinnvollen stofflichen Verwertung von Altreifen.
Die veränderte Ausschreibungspraxis würde Kommunen und Straßenbauunternehmer in gleichem Interesse an einem möglichst langlebigen und hochwertigen Straßenbelag zusammenführen.
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