Die Taunussteiner Grünen haben in der Stadtverordnetenversammlung beantragt, die sogenannte "Bambinizuweisung" in vollem Umfang an die Eltern weiterzugeben und damit die Kindergartengebühren zu senken. Die Bambinizuweisung ist ein Zuschuss des Landes an die Stadt in Höhe von 100 € monatlich.
Die Zuweisung wird für jedes Kind des letzten Jahrgangs vor der Einschulung gezahlt, das einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz geltend machen könnte. Dies allerdings unter der Voraussetzung, dass das letzte Kindergartenjahr für die Eltern gebührenfrei ist.
Der Clou dabei: Das Geld fließt nicht nur für die Kinder, die tatsächlich in den Kindergarten gehen, sondern für alle Kinder des Jahrgangs. Wenn also die Stadt, wie in Taunusstein geschehen, den Eltern die Gebühren für das dritte Kindergartenjahr erlässt, behält sie am Ende Geld übrig. Und diese Differenz macht in Taunusstein nach vorläufigen Berechnungen immerhin rund 60.000 € aus.
Nach Auskunft der Stadt wird dieses Geld derzeit für die "allgemeine strukturelle Verbesserung der Kindergartensituation" verwendet. Oder in schnörkelfreier Übersetzung: Es verschwindet irgendwo im großen unüberschaubaren Haushalt der Stadt.
Den Grünen ist das deutlich zu wenig. Das Geld soll vielmehr in vollem Umfang den Eltern zugute kommt, um die Kindergartengebühren zu senken und damit die Anmeldequote in den Kindergärten zu erhöhen. Eine Studie des arbeitgebernahen Instituts für Wirtschaft (IW) kommt zu dem Ergebnis, dass schon ein Jahr im Kindergarten die Schulkompetenz bei den später 15-jährigen signifikant steigen lässt.
Immerhin hat die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung vom 15. März 2007 mit großer Mehrheit beschlossen, dass der Magistrat im Parlament nach der Abrechnung der Zuschüsse berichten soll. Die Stadtverordneten können dann über die Verwendung der Mittel entscheiden.
Schreiben Sie an mail@gruene-taunusstein.de.
Sie erhalten in jedem Fall eine Antwort.
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